hast eine Projektidee...
...solltest sie uns erzählen!
Eine Rückblick verfasst von den SchauspielerInnen
Wir, Aljona(17), Ilena(20), Julia(17), Alvar(16) und Aron(16), sind fünf Jugendliche, die am Theaterspielen sehr viel Spass haben. Unser Theaterstück „Nellie Goodbye“, welches wir seit dem letzten Oktober im PurplePark probten, kam wie folgt zustande:
Stefanie Hargitay (unsere Regisseurin) hatte schon lang die Idee dieses Stück auf die Bühne zu bringen, dieses Stück war eine Herzenssache von Steffi. Aljona wusste dies und ergriff die Initiative. Sie fragte uns und konnte uns voll von dem Projekt überzeugen.
Das Stück überzeugte uns, weil wir alle an Theater sowie an Musik interessiert sind.
Dramatik, Musik und Jugendkultur sind in diesem Stück vereint.
Es stellte sich allerdings die Frage „Wo sollen wir proben?“. Da Alvar und Aron früher immer ihre Mittagspause im Purple Park verbrachten und somit Beziehungen zu Ines und Silvan hatten (Team Purple Park), fragten wir an, ob wir den Raum zum Proben nutzen konnten. Der Raum gefiel uns sehr. Während den Proben, kam uns die Idee nicht nur auf der Bühne zu spielen, sondern auch die Jugi Bar ins Stück zu integrieren. Ausserdem war das Feeling eines Bandraums vorhanden – Das Stück handelt von einer Jugend-Rockband – so dass wir uns gut vorstellen konnten das Stück im Purple Park aufzuführen. Das Purple Park Team war begeistert und stimmte zu, so dass schlussendlich die Theatertage vom 27.Mai bis 29.Mai im Jugi stattfanden.
Da das Stück hauptsächlich von der krebskranken Sängerin (Nellie) handelt, war die Thematik sehr anspruchvoll. Am Anfang war das Proben schwierig, da die Gruppenkonzentration noch nicht voll vorhanden war. Doch mit der Zeit wurde es immer besser. Sobald die Fortschritte spürbar wurden, stieg die Motivation und Gruppenarbeit, so dass es auch zu unserem Herzstück wurde.
Schauspielerisch gingen wir so vor: Wir starteten mit Rollenarbeit und Improvisationen passend zum Stück. Nachdem wir den Text mehr oder weniger drauf hatten, begannen wir szenisch zu proben. Das Stück stellte sich als sehr anspruchsvoll heraus, da Schauspiel und Livemusik kombiniert werden musste. Wir spielten ja eine Rockband mit Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Cello und Vocals.
Trotz aller anfänglichen Zweifel, ob wir das auch wirklich schaffen werden, war uns nach der Intensivprobewoche klar, dass es gelingen wird. Nach jeder Aufführung bekamen wir sehr positive Rückmeldungen sowohl von unserem Schweizer Publikum, wie auch von den Berlinern, wo wir ein Gastspiel im Juni hatten.
Wir sind alle sehr zufrieden mit dem Resultat und stolz auf uns. Die Zusammenarbeit mit dem Team vom PurplePark war sehr angenehm und unkompliziert.
Aljona, Ilena, Julia, Alvar, Aron
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Ziel unserer Projektarbeit war es, ein Konzert zu veranstalten, wobei alle Einnahmen zugunsten eines Schulbauprojekts, der Tesano Schule in Ghana fliessen. Auftreten sollten wenn möglich bekannte, lokale Bands, welche jedoch keine Gage erhalten. Eine weitere Bedingung ist, dass das Konzert in einem Jugi oder Lokal stattfindet, wo wir keine oder nur geringe Mietgebühren zahlen müssen.
Projektdokumentation von Jakob Ramp und Alain Schnetz
Ziel
Ziel unserer Projektarbeit war es, ein Konzert zu veranstalten, wobei alle Einnahmen zugunsten eines Schulbauprojekts, der Tesano Schule in Ghana fliessen. Auftreten sollten wenn möglich bekannte, lokale Bands, welche jedoch keine Gage erhalten. Eine weitere Bedingung ist, dass das Konzert in einem Jugi oder Lokal stattfindet, wo wir keine oder nur geringe Mietgebühren zahlen müssen.
Planung
Konzertlokal:
Das erste Jugi, welches wir kontaktierten, war der PurplePark im Gundeli. Da Philipp und Alain die Betreiber des Jugendzentrums bereits kannten, konnte man schnell ein gemeinsames Treffen vereinbaren, um ein persönliches Gespräch zu führen und einige Fragen zu klären.
Das Team des PurpleParks war vom Projekt begeistert und so konnten wir uns bereits am selben Nachmittag mit ihnen auf ein Datum (13. November 2010) einigen, an welchem das Benefizkonzert stattfindet sollte. Mietkosten wurden keine erhoben. Durch die Offenheit der Jugibetreiber konnte all dies an nur einem Nachmittag geklärt werden.
Bands:
Wir einigten uns darauf, vier Bands zu engagieren, welche ein Set von 45min spielen sollten. Daraufhin schrieben wir verschiedene, uns bekannte Bands an, ob sie Lust hätten, an unserem Benefizkonzert aufzutreten. Zugesagt haben uns InBalkon, The Dons und Whyzz. Weil es somit aber erst 3 Bands waren und wir mit vier gerechnet haben, hat die Band Amorph, in der auch Alain und Philipp sind, sich bereit erklärt, als vierte Band aufzutreten.
Sponsoring:
Parallel zu den Bands suchten wir noch einen Sponsor, der uns Getränke gratis zur Verfügung stellen könnte. Jakob hat deshalb mit der Firma Feldschlösschen Kontakt aufgenommen. Der zuständige Verteiler klang sehr interessiert und hilfsbereit. Daraufhin sendeten wir ihm eine Mail mit allen Details zur Benefizveranstaltung. Der Verteiler bot uns ein grosszügiges Getränke-Sponsoring an, dessen Erlös vollumgänglich an das Projekt ging.
Werbung:
Damit ein Konzert erfolg hat, ist eine gute Werbestrategie unumgänglich. Da wir nun alle Bands, Zeit und Ort hatten konnte Pugan für uns einen Flyer entwerfen. Den Flyer (1000 Stück) liessen wir bei einer kleiner Firma aus Basel drucken und stellten ihn ebenfalls in digitaler Form ins Internet (u.a. Facebook) und verschickten ihn per Email. Die 1000 gedruckten Flyer haben wir am letzten PA-Nachmittag vor dem Konzert, in der Stadt und an die teilnehmenden Bands verteilt.
Arbeitsteilung:
Am letzten PA-Nachmittag vor dem Konzert haben wir die Klasse in Teams aufgeteilt, welche in verschiedenen Bereichen tätig waren. Zwei Gruppen à je 3 Personen waren für die Bar zuständig, drei Gruppen à zwei Personen für die Kasse und zusätzlich planten wir noch drei Springer ein, welche überall dort halfen, wo gerade Hilfe benötigt wurde.
Ausführung
Am Samstag Nachmittag um 16:00 Uhr haben wir uns mit den Bands im PurplePark getroffen. Zusammen mit dem PurplePark Team haben wir die Bühne, Instrumente und Soundanlage aufgestellt, sowie die Kühlschränke aufgefüllt. Um 19.30 Uhr trafen alle Leute aus der Klasse ein, welche am Abend mithelfen wollten. Es gab ein kurzes Coaching von Ines, worauf sie achten mussten und an wen sie sich wenden sollten, falls Probleme auftauchen.
Die Türöffnung war auf 20:00 Uhr gesetzt. Um 20:30 Uhr waren bereits ca. 100 Gäste vor Ort. Im Verlaufe des Abends füllte sich der Konzertsaal schnell und die Stimmung war hervorragend. Es kam zu keinen Zwischenfällen und der Abend war insgesamt als sehr zufriedenstellend zu beurteilen.
Ergebnisse und Reflexionen
Unser selbst gestecktes Ziel haben wir übertroffen. Der gesamte Anlass war ein immenser Erfolg. Wir konnten 300 BesucherInnen verzeichnen und einen grandiosen Reingewinn von 2'200 Franken, welchen wir zugunsten der Tesano Schule in Ghana erwirtschaften konnten.
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Hier kannst du das PurplePark Construction Tagebuch zur Konzeption und Umsetzung der neuen Skateanlage lesen!
Donnerstag, 24 Juni 2010
Die Arbeiter von der Tozzo AG werden sehnlichst erwartet. Rouven und Luki, die sich der Sache annehmen, haben sogleich unsere Nerven beruhigt und versichert, dass alles bis Freitagmittag fertig sein soll. Gegen Abend war die Metallplatte gesetzt. Morgen wird ein Gitter zusammengebstelt um die Öffnung im Hag zu verschliessen.
Als erstes haben wir versucht alle Schweiss- und Flexarbeiten soweit wie möglich zu beenden. Danach hat die Baucrew heute begonnen, den Park auf Vordermann zu bringen. Als erstes wurde der ganze Platz Besenrein gewischt und danach von Kärcher-Meister Michi gereinigt. Die Wasserrinnen ums Haus sind vom Schlacke und allerlei Abfall befreit worden. Gegen Abend konnte endlich der Boden neu gepurplet werden.
Bei Einbruch der Dunkelheit konnte ich zufrieden feststellen, dass die wichtigsten Arbeiten beinahe erledigt waren. Morgen erhalten die Obstacles noch den Feinschliff. Einige Schrauben müssen noch gesetzt werden, der Platz fertig gestrichen und zu guter letzt nochmals geputzt werden.
Martin hat sich stark gemacht, damit die Obstacles noch gestrichen werden. Da das Projektbudget bereits überzogen war, hat er bei den Sk8ers gesammelt und das nötige Geld zusammengetrieben, um Morgen noch Farbe für die Obstacles einzukaufen.
Mittwoch, 23. Juni 2010
Am Dienstag haben wir die Holzarbeiten abgeschlossen. Heute ist das Blech um 11 h geliefert worden. Die Abkantung für zwei Bleche ist falsch gemacht worden. Die Bleche sollen wieder flach gewalzt werden und gegen Abend neu abgekantet und geliefert werden. Somit war klar, dass eine weitere Abendschicht auf dem Programm steht. Gegen 22 h haben wir die letzten Bleche auf die Obstacles geschraubt. Die Sk8ers waren kaum mehr zu halten. Jeder wollte doch unbedingt die neuen Obstacles einfahren.
Wir haben beschlossen, dass der PurplePark bis Samstag Mittag geschlossen wird. Der Park soll an der Eröffnung glänzen.
Die Bauarbeiter von der Tozzo AG werden Morgen ihren Teil zum gelingen des Projekts beitragen und den Eingang mit einer Metallplatte schliessen.
Freitag 18. Juni 2010
Eigentlich wäre ja heute ein baufreier Freitag gewesen. Ich wollte nur kurz, zwei drei Stunden, das Projekt dokumentieren. Kaum im Purple Park angekommen, ruft auch schon Martin an. Sie können es nicht lassen. So stehen Martin und Andi kurze Zeit später da um die China-Wall weiter umzubauen.
Donnerstag, 17. Juni 2010
Heute haben wir uns bereits um 10 h Morgens im PurplePark getroffen. Ein langer Arbeitstag (wie immer in den letzten zehn Tagen...) steht auf dem Programm. Tagesziel:
Alle Obstacles müssen heute mit Holz eingekleidet sein. Denn nur so können wir die Masse nehmen und das Blech auf Mass bestellen.
Das Tagesziel haben wir praktisch erreicht. Dem Curb fehlen noch zwei Flächen. Der Regen hat uns gegen 21 h Abends einen Strich durch dir Rechnung gemacht. Trotzdem sind wir soweit, dass die Masse für die Bleche augenommen sind und Morgen die Bestellung gemacht werden kann.
Zudem hat Chefplaner Andi hat mit Sämi zusammen ein Element der China-Wall zu einer Bank umgebaut. Sämi - Meister im Umgang mit der Flex - hat zum x-ten Mal gezeigt, wie genau Vierkantrohre von Hand zugeschnitten werden können.
Nach 10 sehr intensiven Tagen sind wir gut im Zeitplan und können uns ein baufreies Wochenende gönnen. Kommt mir sehr gelegen, um nochmals Energie zu tanken für den Schlussspurt nächste Woche.
Mittwoch, 16. Juni 2010
Regnerisch kaltes Wetter, und das mitte Juni! Was soll denn dass? Aber auch das miese Wetter kann uns nicht aufhalten. Mit einer Riesenplane haben wir unseren Arbeitsplatz überdacht (siehe Fotos). So haben wir es gegen 22 h geschafft, die Ledge auf die Kiste zu schweissen. Mit der Ledge hat die Kiste etwas von einem Skoprion.
Dienstag, 15. Juni 2010
Das Holz ist angekommen!!! Nein, nicht Jan, das Holz...
Unglaublich - es gibt kaum jemand, der nicht mithelfen möchte bei der Arbeit. Liegt das nur an der leckeren Verpflegung die den Arbeitern zusteht?
Heute haben wir die ganzen Stahlrohre der "Kiste" mit Rostschutzmittel eingestrichen. Parallel sind die Holzplatten zugeschnitten worden um die "Kiste" einzukleiden. Unser Schweiss-Tandem Silvan und Luca hatte heute leider einen freien Tag eingezogen, deshalb fehlt der Kiste noch immer eine Ledge.
Sonntag, 13. Juni 2010
Der „Kiste“ fehlt noch die Ledge. Ansonsten sind die Schweissarbeiten fertig. Ab Dienstag kann das Holz (sofern es auch wirklich ankommt) auf das Stahlgerüst geschraubt werden.
Die Zuschnittfraktion kann bald von Stahl auf Holz umsteigen. Denn ausser einzelnen Rohren, die noch ausgemessen werden müssen, ist alles zugeschnitten.
Der Rahmen fürs Curb ist verschweisst. Leider sind wir ein weiteres Mal durch den Regen gestoppt worden. Somit kann die Ledge erst nächste Woche fertiggestellt werden.
Morgen Montag ist Ruhetag! Ab Dienstag geht’s weiter.
Samstag, 12. Juni 2010
Schweissen war auch heute wieder das grosse Thema. Die „grosse Kiste“ nimmt langsam aber sicher Form an. Sie ist mit einem Quarter angereichert worden. Der Quarter wurde aus einem alten Element zurechtgeschnitten.
Die Fraktion „Zuschnitt“ hat heute auf hochtouren gearbeitet. Für die „Kiste“ haben sie eine Bank und ein Geländer für den Quarter zugeschnitten. Zuden wurden die Stahlrohre für ein neues Curb zugeschnitten.
Freitag, 11. Juni 2010
Der Grundriss der “grossen Kiste” ist heute zusammengeschweisst worden. Leider sind wir durch den Regen noch vor Einbruch der Dunkelheit in unserem Elan gebremst worden. Dank der herrlichen Sugo, den Ines, Sämi und Christoph vorbereitet hatten, hätten wir heute bis tief in die Nacht arbeiten können.
Heute hätte auch das Holz geliefert werden sollen. Doch leider haben wir vergebens gewartet. Dadurch können übers Wochenende weniger Leute gleichzeitig arbeiten, was doch etwas ärgerlich ist.
Donnerstag, 10. Juni 2010
Die Vierkantrohre sind soweit zugeschnitten, das die Grundfläche (3m auf 7m) des grossen Elementes morgen Zusammengeschweisst werden kann.
Gegen Abend konnten dann auch noch die letzten Schrauben gesetzt werden, um die Quarter fertigzustellen. Mit grosser Freude wurde das erste “neue” Element sogleich eingeskatet. Das Feedback war erstaunlich positiv für die Art und Weise wie dieses Element zusammengebastelt wurde. Eine Motivationsspritze für alle um das “Bauweekend” in Angriff zu nehmen.
Mittwoch, 09. Juni 2010
Die Quarter ist mit Blech überzogen. Es sollte nun möglich sein, Morgen das "Übungselement" fertigzustellen. Um dieses Element zu Bauen, haben wir die Materialien von alten, rückgebauten Obstacles verwendet. Die weiteren Elemente werden mit neuwetigen Materialien gebaut.
Das zuschneiden der Vierkantrohe ist etwas ins Stocken geraten. Doch morgen steht der nächste Bautag auf dem Programm…
Ausblick: Das ganze Wochenende wird der Hof eine grosse Baustelle sein. Wer Musse hat, sich zu beteiligen, ist herzlich Eingeladen. Skaten wird kaum möglich sein… dafür bald mit neuen Obstacles!
Dienstag, 08. Juni 2010
Der heutige Tag kann definitive als Startschuss der Umsetzungsphase bezeichnet werden. Die Vierkantrohre, um den Unterbau für die Obstacles zu konstruieren, sind heute geliefert worden.
Dies löste auf dem Hof eine richtige Aufbruchstimmung aus. Es wurde an diversen Fronten gearbeitet:
Zur Stärkung gabs zwischendurch noch was vom Grill und erst mit Einbruch der Dunkelheit sind die Bauarbeiten eingestellt worden.
Aufgreifen der Projektidee und Konzeptionsphase
Es ist nicht etwa so, dass die Idee von uns kommt - immer wieder möchten Leute was neues bauen im Hof, wir kommen oft gar nicht nach, die nötige Unterstützung zu bieten.
Nun hat sich Flo vorgenommen, das Ganze zu koordinieren, damit am Schluss eine runde, und vor Allem nützliche Sache dabei rauskommt...
Die Projektidee ist Ende 2009 aufgekommen. Da der Winter direkt vor der Tür stand wurde die Idee (wörtlich) auf Eis gelegt und im Frühjahr wieder aufgegriffen. Es ging darum, Sponsoren zu suchen, denn die Ideen der Ska8ers überstiegen unser Budget.
Im September 2009 fand unter dem Titel „Localism - A Contemporary Art Show“ zum zweiten Mal eine einwöchige Kunstausstellung in unserem Haus statt.
Initiiert wurde das Projekt von zwei Kunstschaffenden aus Basel. Sechs lokale Künstler drückten, inspiriert von der Strassenkunst, ihr Aufwachsen, Leben und Wirken im urbanen Lebensraum Basel durch ihre vielseitigen Werke aus.
Das Team nahm bewusst sehr wenig Einfluss auf die konkrete Ausgestaltung und verblieb in einer beratenden, unterstützenden Funktion.
Es war uns aber ein Anliegen, auch bei jenen jungen Leuten das Interesse an der erfolgreichen Ausstellung zu wecken, die den Zugang nicht ganz von sich aus finden.
Deshalb ging, wie auch schon im Vorjahr, das Bildungsangebot „Kinder sehen Kunst“ an verschiedene Schulen im Raum Basel.
Die didaktische Aufbereitung enthielt neben einer Führung durch anwesende Ausstellende eine werkstattartige Vertiefung, bei der die SchülerInnen selber aktiv werden konnten.
Die SchülerInnen reagierten darauf sehr offen, experimentierfreudig und sehr interessiert an den Hintergründen und der Lebenswelt der Künstler. Diese Form des ausgelagerten Unterrichts machte ihnen offensichtlich sehr viel Spass. Dabei verhielten sie sich in dem offenen Rahmen sehr diszipliniert und arbeiteten intensiv.
Als Erfolg verbuchen wir, dass das Angebot in diesem Jahr von fünf verschiedenen Klassen in Anspruch genommen wurde, während das Angebot im letzten Jahr nur von zwei Klassen in Anspruch genommen wurde. Diese deutliche Steigerung führen wir vor allem auf die Mund zu Mund Propaganda unter den Lehrkräften, deren Rückmeldungen in beiden Jahren durchwegs positiv waren, zurück. Speziell geschätzt wurden der persönliche Kontakt zu den Künstlern, die Qualität der didaktischen Umsetzung, die Professionalität der Ausstellung und die Attraktivität des Themas für die SchülerInnen.
Wir vom Team freuen uns auf weitere derartige Ausstellungen in unserem Haus und sind zuversichtlich, dass weitere Kooperationen mit Schulen, die die offene Jugendarbeit als Bildungsvermittlerin wahr- und ernst zu nehmen beginnen, stattfinden werden.
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Vom 26. – 31- Oktober fand im Jugi Gundeli unsere Streetart Ausstellung „La Rue En Direct“ statt.
Das Jugi Gundeli bot uns und den Künstlern ein super Lernfeld, den Platz, die Möglichkeit und die Unterstützung, um unsere Streetart Ausstellung durchzuführen und wir konnten alles ganz eigen umsetzen. So ergab sich auch ein Graffiti-Jam für welchen wir Carhartt als Sponsor gewinnen konnten. Viele Künstler unter anderem Fotographen und T-Shirt Designer fanden Platz und Raum aktive „Jugendkultur“ zu zeigen.
Ein wichtiger Aspekt für uns war von Anfang an der Bevölkerung zu zeigen, dass Streetart und „Jugendkultur“ nicht unbedingt kriminell sein müssen. Toll waren für uns die Erfahrungen welche wir sammelten. Das rege Interesse, vor allem der Besucher, die wohl noch nie einen solchen Jugendtreff von innen sahen, war super und mehr als spannend.
Darüber hinaus gewährten wir zwei Schulklassen, in jeweils einer Doppellektion, einen kleinen Einblick in unsere Ausstellung und der Streetart. So gelang es uns sowohl auf das Jugi als auch auf unser künstlerisches Interesse aufmerksam zu machen und konnten einige weiter führende Kontakte knüpfen. Es war ein großer Erfolg und gab uns genügend Kraft für die Planung und Umsetzung weiterer Projekte. Ein großes Dankeschön möchten wir an das Jugiteam richten, da ohne deren Unterstützung das alles gar nie möglich gewesen wäre!
Gaudenz Scherrer und Gabriel Salgado
Wir betrachteten es als Chance, als einige junge Kunstschaffende auf uns zu kamen und die Idee einbrachten, im Jugi Gundeli eine Kunstausstellung zu organisieren.
Das inhaltliche Konzept „Urban Art“ passte dabei sehr gut in den Kontext, da wir seit vielen Jahren inmitten von reich mit Graffiti verzierten Wänden wirtschaften.
Nun bringt ein Projekt dieses Umfangs und dieser Tragweite natürlich einiges an Arbeit und Organisationsbedarf mit sich.
Stellwände mussten entworfen, hergestellt und installiert werden. Die Werke von 20 Ausstellenden mussten transportiert werden und Platz finden, was einige Koordination erforderte. Werbung, Sponsoring und Pressearbeit waren zu organisieren.
Wir begleiteten das junge Organisationskomitee von Anfang an, besprachen regelmässig den Stand der Dinge und boten wo nötig Unterstützung an. Dass es kurz vor Ausstellungseröffnung zu einem äusserst arbeitsreichen Wochenende kam, versteht sich von selbst.
Die gezeigten Objekte gingen dann allerdings weit über klassische Graffitikunst hinaus.
Sie waren grösstenteils eine Weiterentwicklung des „wilden“ Ursprungs zu einer breit akzeptierten Kunstform. Die Exponate reichten von Sprühdosenbildern auf Leinwand über Malerei mit Pinseln und allen erdenklichen Mischformen, plastischen Bildern bis hin zu Fotografie und Videoinstallation.
Zu sehen war auch ein riesiges Sprühbild auf der Grundstücksmauer, das zusammen mit anderen Nutzungsspuren, die als unbeabsichtigte Kunst bezeichnet werden könnten, den angemessenen Rahmen für die Ausstellung bildete.
Der Standardbetrieb war für eine Woche eingestellt und das Jugi wurde zur Galerie. Dies ermöglichte nicht nur einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zu unserer Einrichtung, sondern führte auch zu interessanten Begegnungen zwischen verschiedenen Jugendszenen und kulturellem Austausch unter diesen.
Für Schulen wurden spezielle Führungen angeboten, für die didaktische Aufbereitung wurde eine Fachperson hinzugezogen. Dies wurde von zwei Klassen in Anspruch genommen, SchülerInnen wie Lehrpersonen waren begeistert.
Insgesamt war der Anlass eine grosse Bereicherung, sowohl für das Jugi Gundeli als auch für die Szene und die interessierte Öffentlichkeit. Für uns stellt sie eine Erweiterung unseres Arbeitsfeldes dar, die wir auch in Zukunft gerne weiter beackern werden.
Team Jugi Gundeli